Was ist ein Kaloriendefizit?
Ein Kaloriendefizit entsteht, wenn du weniger Energie aufnimmst, als dein Körper verbraucht. Die fehlende Energie holt er sich aus seinen Reserven – vor allem aus Fett. Wie viel du verbrauchst, hängt von deinem Grundumsatz und deiner Bewegung ab; das berechnet der Kalorienrechner.
Die Faustregel: Rund 7.700 kcal entsprechen etwa einem Kilogramm Körpergewicht. Mit 500 kcal Defizit pro Tag sind das 3.500 kcal pro Woche, also ungefähr ein halbes Kilo.
Wie groß sollte das Kaloriendefizit sein?
Für die meisten ist ein Defizit von 300 bis 500 kcal am Tag ein guter Wert. Es reicht für sichtbare Fortschritte, ohne dass du ständig hungrig bist.
| Defizit pro Tag | Abnahme pro Woche (ca.) | Für wen |
|---|---|---|
| 250–300 kcal | 0,25 kg | sanfter Einstieg, wenig Hunger |
| 500 kcal | 0,5 kg | der übliche Richtwert |
| 750–1.000 kcal | 0,75–1 kg | nur bei deutlichem Übergewicht |
Der Rechner bleibt immer innerhalb dieser Grenzen: höchstens 25 % unter deinem Bedarf, höchstens 1 % des Körpergewichts pro Woche und nie unter 1.200 kcal (Frauen) bzw. 1.500 kcal (Männer).
Warum ein zu großes Defizit schadet
- Muskelabbau: Bei sehr wenig Energie baut der Körper auch Muskeln ab – und damit sinkt dein Grundumsatz.
- Heißhunger: Wer dauerhaft zu wenig isst, hält meist nicht lange durch.
- Jojo-Effekt: Nach einer Crash-Diät kommen die Kilos oft schnell zurück.
- Nährstoffmangel: Mit sehr wenigen Kalorien ist es schwer, genug Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe zu bekommen.
Defizit durch Essen oder Bewegung?
Beides wirkt. Über das Essen lässt sich das Defizit leichter steuern; Bewegung hilft, Muskeln zu erhalten, und erhöht den Spielraum. Wichtig: Regelmäßigen Sport nicht doppelt zählen. Steckt dein Training schon im Aktivitätsfaktor, darfst du die verbrannten Kalorien nicht zusätzlich essen.
Warum die Waage manchmal stillsteht
Das Gewicht schwankt durch Wasser, Salz und Mageninhalt täglich um bis zu 1–2 kg. Erst der Trend über zwei bis vier Wochen zeigt, ob dein Defizit wirkt. Außerdem sinkt dein Bedarf, je mehr du abnimmst – dasselbe Essen ergibt dann ein kleineres Defizit. Rechne deshalb alle paar Kilo neu.
Im kostenlosen Kalorienzähler passiert das automatisch: Er vergleicht dein Essen mit dem tatsächlichen Gewichtsverlauf und zeigt eine Prognose mit Spanne statt eines starren Zieldatums.